Die hohe Kunst des Bosselns

Das Bosseln ist ursprünglich ein Sport aus dem flachen Norden Deutschlands und wird in Österreich und Bayern als abgewandelte Form "extrem Bosseln" gespielt. Der größte Unterschied liegt an der Landschaft (Strecke). Es geht auf unbefestigten Wegen und Wanderpfaden bergauf und bergab.

 

Eine Mannschaft besteht aus 8 Spielern, von denen mindestens 3 weiblich sein müssen. Jede Mannschaft muss vor dem Start einen Kapitän benennen. Nur dieser kann sich bei Unklarheiten (siehe Regeln - Thema: Strafpunkte) mit dem Schiedsrichter in Verbindung setzen.

 

Es spielen immer 2 Mannschaften (diese bilden mit dem Schiedsrichter 1 Team) gegeneinander und starten gemeinsam. Im Abstand von ca. 20 Minuten startet das nächste Team. Die Reihenfolge der zu Boßelden im Team, wird durch eine Liste (Wurfplan) festgelegt, dieser wird vom Schiedsrichter verwaltet. Jeder Wurf wird bei der jeweiligen Mannschaft mit einem Strich notiert. Durch das Boßel-Book (vergleichbar mit einem Roadbook bei einer Rally) wird der Weg der Bosselstrecke beschrieben.

 

Die Bosselkugel (Porkholz - tropisches Hartholz) mit einem Durchmesser von ca. 12 cm wird ähnlich wie beim Kegeln von einem Spieler auf den vorgegebenen Weg gebracht.  Weiter Beschreibung finden Sie in den Regeln. Die Mannschaft mit der geringsten Anzahl an Würfen, bzw. Minuspunkten, wird im Ziel der "Scheffauer Boßel-Champion" sein. Sollten zwei Teams im Ziel die gleiche Anzahl an Würfen bzw. Minuspunkten haben, so ist die Mannschaft besser platziert deren Kugel am nächsten hinter der Ziellinie liegt.

 

Nicht der sportliche Boßel-Wettkampf und die eigene Platzierung, sondern der Spaß am Spiel und der Gemeinschaftssinn steht im Vordergrund.